Die Strahlparameter sind abhängig von bestimmten Faktoren, die auch das Abtragsverhalten des Fugenmörtels beeinflussen. So bestimmt die Korngröße des Zuschlags den Mindestdüsendurchmesser. Die Festigkeit des Mörtels bestimmt den erforderlichen Mindeststrahldruck. Der Abstand von Düse und Materialoberfläche bestimmt vor allem bei kleinen Düsendurchmessern die Arbeitsgeschwindigkeit und die Wirktiefe. Neben diesen Faktoren sind Düsenform und Strahlwinkel eher von untergeordneter Bedeutung für die Leistung. Die Strahlparameter können an die örtlichen Verhältnisse angepaßt werden.
Wirkungsweise des Wasserstrahls
Da der Wasserstrahl immer dünner ist als eine Fuge - im Unterschied zu allen mechanischen Werkzeugen - kann er alle Bereiche erreichen. Durch eine Oszillation des Strahles können breite und dünne Fugen ausgeräumt werden. Je nach Zustand des Mauerwerks verbleibt ein Teil des Wassers im Mauerwerk. Der größte Teil wird am Fugenrand umgelenkt und mit dem abgetragenen Mörtel zurückgestrahlt. Das Gemisch wird dann durch einen entsprechenden Absaugkopf aufgefangen und abgeleitet, damit es nicht am Mauerwerk hinabrinnen kann. Durch das in die Fuge eingebrachte Strahlwasser werden die Fugenflanken vorgenässt. Dies ist für das Neuverfugen sehr wichtig. Viele unzureichende Verfugungen gehen auf mangelhaftes Vornässen und einen entsprechend verdursteten Mörtel zurück. Außerdem können die beiden Fugenflanken durch Richtungsänderung des Wasserstrahls im gewünschten Grad angerauht werden, wie es für eine optimale Verzahnung zwischen dem neuen Verfugmörtel und dem Stein erforderlich ist.